Häufig gestellte Fragen
Unterscheiden sich Kinder, die durch IVF gezeugt wurden, in irgendeiner Weise von anderen Kindern?
Die Forschung hat eindeutig belegt, dass sich in-vitro-gezeugte Kinder nicht von anderen unterscheiden. Auch wenn ihre Eltern gesundheitliche Beschwerden haben, ihre Mütter älter als 35 Jahre alt sind und die meisten Kinder durch Kaiserschnitt zur Welt kommen, liegen die Raten von Kinderkrankheiten nicht über den durchschnittlichen Quoten.
Künstlich befruchtete Kinder sind manchmal sogar gesünder als auf “natürlichem” Wege gezeugte. Die genetische Präimplantationsdiagnostik ermöglicht es uns, genetischbedingte Krankheiten im Embryo festzustellen. Indem nur gesunde Embryonen transferiert werden, können solche erblichen Erkrankungen vermieden werden. Darüber hinaus achten Ärzte genauer auf das gesundheitliche Wohlergehen einer Frau nach erfolgter künstlicher Befruchtung.
In-vitro-gezeugte Kinder machen häufig schnellere Fortschritte, sie erlernen das Sprechen und Lesen früher, sie singen und tanzen besser als andere Kinder. Dies liegt natürlich nicht daran, dass sie talentierter sind als andere, sondern daran, dass ihre Eltern ihnen an sehr viel Aufmerksamkeit widmen.
Hat man bei der IVF die Wahl, welches Geschlecht das Kind haben soll?
Ja, durch die genetische Präimplantationsdiagnostik lässt sich das Geschlecht der Embryonen vor dem Transfer bestimmen. Üblicherweise erfolgt dies aus medizinischen Gründen oder auch wenn es mehrere Kinder gleichen Geschlechts in einer Familie gibt. In anderen Fällen lassen die Ärzte in dieser Frage lieber der Natur ihren Lauf.
Stimmt es das eine Samenspende benötigt wird, wenn die Fruchtbarkeit des Mannes eingeschränkt ist?
Wenn ein Paar auch nur die geringste Chance hat, ihr eigenes Kind zu bekommen, werden die Ärzte diese Chance nutzen. Dank der ICSI-Technik hat ein Mann mit mindestens einem guten Spermium die Möglichkeit, biologischer Vater zu werden. In einem solchen Fall kann der Arzt mittels der Methode ein Stück Gewebe aus dem Hoden entnehmen.
Lassen sich keine geeigneten Samenzellen finden, so wird dem Paar geraten, von einer Samenspende Gebrauch zu machen. Die zukünftigen Eltern können sich die Nationalität des Spenders, dessen Augen- und Haarfarbe, seine Größe usw. aussuchen. Selbstverständlich werden die Identität des Spenders und die Tatsache, dass eine Samenspende benutzt wurde, streng vertraulich behandelt.
Wie oft darf eine IVF vorgenommen werden?
Hierzu gibt es keine allgemein gültigen Regeln. Sofern es durch die künstliche Befruchtung zur Schwangerschaft kommt, geschieht dies meist innerhalb der ersten vier Zyklen.
Wie oft kann vernünftigerweise eine intrauterine Insemination durchgeführt werden?
Nicht häufiger als 3-4 Mal. Bei 87 Prozent der Patientinnen, die durch Insemination schwanger werden, führt einer der ersten vier Versuche zum Erfolg. .
Kann IVF dem Kind schaden?
Nach dem aktuellen Stand der Forschung steht fest, dass das Risiko von Entwicklungsstörungen oder anderen Erkrankungen bei in-vitro-gezeugten Kindern nicht höher ist als bei anderen. Bei Kindern, die durch ICSI gezeugt wurden, ist dies Risiko im Vergleich zur Normalbevölkerung höher. Dies ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass die Eltern, die sich dieser Behandlung unterziehen, älter sind.
Kann es sein, dass ich nach einer Eizellenspende eine Fehlgeburt haben werde, weil die Oozyte von einer anderen Frau stammt?
Immunologisch betrachtet erkennt der Körper der Mutter einen Embryo immer als etwas Fremdes, d.h. auch jede normale Schwangerschaft zieht stets die Unterdrückung der Immunabwehr durch die schwangere Frau nach sich.